Frank Landschoof Fotografie

….. der Blog

Umstieg auf Pentax K-3, oder wie man Geld vernichtet.

Sehr lange habe ich hier im Blog nichts mehr geschrieben und das letzte was ich bezüglich meiner Ausrüstung hier kundgetan habe war der Wechsel zur Lumix GX7.

Neben der Lumix benutzte ich auch weiterhin meine Pentax K30 mit dem Tamron AF 28-75mm 2,8 XR DI LD ASL SP Macro eine Kombination die mir wirklich viel Freude machte was Handhabung und Bildqualität betraf.

Nach langen Überlegungen bezüglich meiner Ausrüstung, hatte ich mich entschlossen mich auf nur noch ein System zu konzentrieren, und mich von den Systemkameras zu verabschieden und komplett auf den DSLR Zug aufzuspringen.
Da zu der Zeit März 2014 mit der K-3 das Kamera-Flagschiff der Firma Pentax schon auf dem Markt war, entschied ich mich konsequent direkt Nägel mit Köpfen zu machen und neben der Lumix mit Objektiven, auch die Pentax K30 zu verkaufen, um mir diese neue Kamera leisten zu können. Ein Fehler wie sich später rausstellte!

Im Internet fand ich einen Pentax Händler der den K-3 Body unter 1000€ anbot, bestellte und wartete nun auf meine erste Semiprofikamera.
Die Abwicklung ging ohne Probleme und am 23.März hielt ich meine Traumkamera in den Händen. Auf Grund der vielen Möglichkeiten lass ich mich mit Hilfe des Handbuches in die Handhabung der Kamera ein, und las in den bekannten Pentax Foren die Erfahrungsberichte derjenigen die schon mit der Pentax arbeiteten. Die Berichte waren durchweg positiv, so dass ich schon sehr auf meine Ergebnisse gespannt war!

Nachdem ich die erste Speicherkarte auf den Rechner hochgeladen hatte, war ich mehr als ernüchtert. Irgendetwas stimmte nicht, kein Bild war wirklich brillant scharf und der Fokus stimmte auch nie richtig. Da bei einer neuen Kamera ja häufig der Fehler vor der Kamera Winking sitzt habe ich alle Einstellungen mehrmals überprüft und konnte keinen Fehler meinerseits feststellen.

Da man ja in solchen Fällen immer wieder davon spricht das die Objektive ( die an meiner K30 ohne Probleme funktionierten ) eventuell ein Fehlfokus ( Back/Front ) haben, entschloss ich mich beide Objektive bei Sigma bzw. Tamron an einer Referenzkamera justieren zu lassen. Das ging bei beiden Fällen sehr zügig, so dass ich mich nach einer nur kurzen Unterbrechung weiter mit der Kamera vertraut machen konnte. Für den 5.Mai war schliesslich eine Reise nach Berlin gebucht, die nur zum fotografieren gedacht war.

Allerdings war ich mit dem was an Bildern aus der Kamera kam immer noch nicht zufrieden, das justieren der Objektive hatte keine Besserung gebracht. Da ich sehr viele Bokeh Aufnahmen mache mit offener Blende und entsprechend kleinen Schärfebereich, muss der Fokus stimmen, ansonsten ist das Bild versaut. Nach wirklich vielem probieren, habe ich mich dann am 17.April an meinen Händler gewannt, und ihm das Problem geschildert.

Die Antwort war wirklich schnell und vorbildlich, "Kein Problem senden sie uns die Kamera zu, wir werden die Kamera dann nochmal überprüfen und melden uns dann wegen des Umtausches.“

Meine K-3 schickte ich zurück, und der Händler konnte den Fehler, einen erheblichen Backfokus der Kamera am 22.April reproduzieren. Korrektur nur durch den Pentax Service möglich. Um die Zeit zu verkürzen würde man mir eine neue K-3 zuschicken, die wenn es mein Wunsch wäre vorher nochmal getestet würde. Es war mein Wunsch und ich atmete auf, ich würde nicht ohne Kamera nach Berlin fahren.

So wartete ich auf meine getestete Austauschkamera, doch damit was dann kam, hätte ich nicht gerechnet. Am 25.April erhielt ich auf Nachfrage wo den meine Kamera bliebe, die Nachricht, dass alle lagernden Kameras des Händlers einen Backfocus aufwiesen, wenn auch nicht so stark wie bei meinem Modell. Der Pentax Aussendienst keine kurzfristige Lösung anbieten könnte und der Reparaturwerkstatt der Fehler nicht bekannt wäre.
Einzige Möglichkeit, einschicken von Kamera und Objektiven wobei dann die Objektive auf die Kamera eingestellt werden. Nachteil, bei jedem neue Objektiv müsste dann wieder alles eingeschickt werden um das Objektiv auf die Kamera einzustellen.
Der umgekehrte Fall ist eigentlich der Normalfall!

Nachdem also nun klar war dass eine schnelle Lösung nicht möglich war, und mir die Zeit davonlief da ich ungern ohne Kamera zu einer Fototour am 5.Mai nach Berlin fahren wollte, entschied ich die Bestellung notgedrungen zu wandeln und fuhr dann sehr minimalistisch mit einer Fuji XE2 und einem XF 35 1.4 nach Berlin.

Die Ergebnisse sprachen für sich, und hätte ich so auch von der K3 erwartet!

Für mich besonders ärgerlich und finanziell sehr schmerzlich, der Verlust von ca. 800€ den ich beim Verkauf der fast neuen Objektive von Tamron, dem gerade auf den Markt gekommenen Sigma 30mm f1,4 DC HSM das ich als Early Adapter auch teuer bezahlt hatte, und der Pentax K30 gemacht habe, plus des Mehrpreises von 300€ für die Fuji+Objektiv.

Das alles, wäre nicht passiert , wenn die Qualitätskontrolle für das Vorzeigemodell der Firma Pentax ihren Job besser gemacht hätte.

Den Namen des Händlers habe ich absichtlich nicht genannt, damit weder dem Mitarbeiter noch mir ein Schaden entsteht. Die Kommunikation per E-Mail liegt mir noch vor, und ich gehe davon aus, dass man mir seitens des Händlers die Wahrheit gesagt hat. Eine direkte Kontaktaufnahme mit Pentax habe ich nicht gestartet, da zwischen der letzten Mail meines Händlers und meinem Abreistedatum nur noch 5 Werktage lagen, und mir das Risiko ohne Kamera nach Berlin zu fahren einfach zu groß war. In meinem Fall sind leider alle negativen Faktoren auf einmal aufgetreten, so dass mein Fazit ist:

"Kaufe nie vor einem Fotourlaub eine neue Kamera!"
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Meinung: Olympus M.Zuiko 17mm f1:1.8

Nach meiner Rückkehr zum MFT Format war ich immer noch auf der Sucher nach DER Standardlinse für die Lumix GX7. Das 20er Pancake ist was Grösse und Bildqualität betrifft meine erste Wahl gewesen, allerdings ist der Autofokus nicht der allerschnellste und auf konstantes fokussieren muss man leider auch verzichten.
Gerade bei Tierfotografie ein echtes Manko.

Durch meine guten Erfahrungen mit dem 45er 1.8 habe ich mich im Olympus Sortiment umgesehen und bin auf das Olympus M.Zuiko 17mm f1:1.8 gestossen, was ich überhaupt nicht auf meiner Liste hatte.
Von Olympus bei den Premiumobjektiven eingruppiert verfügt es über einen Metallkorpus, High-Speed-AF mit MSC-Technologie und der vom 12 mm bekannten Technik direkt am Objektivring von AF auf manuellen Fokus umzustellen.
Von der mechanischen und Bauqualität wird das Objektiv seinem Premiumanspruch und dem doch recht hohem Preis gerecht. Auch haben die Bilder die mit dem Objektiv gemacht werden sehr angenehme warme Farben.

Wo das Objektiv aber patzt, ist bei der Bildschärfe mit offener Blende.
Leider erreicht es hier nicht die Schärfe des 45er. Nach dem Vergleich (was die Schärfe betrifft) bei Offenblende mit dem 20er Pancake von Panasonic stand für mich fest dass das 17er, bei mir nicht zur Standartlinse wird. Zu gross war der Unterschied, das 20er offen Knackscharf und das 17er mit einer Unschärfe. Natürlich ist durch Ablenden dieser Makel zu beheben, und ab 2,2 auch beim dem Olympus in einem guten Bereich, Aber für den hohen Preis erwarte ich mehr.
Dass Olympus das besser kann beweisst das Olympus M.Zuiko 45mm f1:1.8 für einen kleineren Preis, und hoffentlich auch das neue Olympus M.Zuiko 25mm f1:1.8.

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