Frank Landschoof Fotografie

….. der Blog

Meinung: Olympus M.Zuiko 17mm f1:1.8

Nach meiner Rückkehr zum MFT Format war ich immer noch auf der Sucher nach DER Standardlinse für die Lumix GX7. Das 20er Pancake ist was Grösse und Bildqualität betrifft meine erste Wahl gewesen, allerdings ist der Autofokus nicht der allerschnellste und auf konstantes fokussieren muss man leider auch verzichten.
Gerade bei Tierfotografie ein echtes Manko.

Durch meine guten Erfahrungen mit dem 45er 1.8 habe ich mich im Olympus Sortiment umgesehen und bin auf das Olympus M.Zuiko 17mm f1:1.8 gestossen, was ich überhaupt nicht auf meiner Liste hatte.
Von Olympus bei den Premiumobjektiven eingruppiert verfügt es über einen Metallkorpus, High-Speed-AF mit MSC-Technologie und der vom 12 mm bekannten Technik direkt am Objektivring von AF auf manuellen Fokus umzustellen.
Von der mechanischen und Bauqualität wird das Objektiv seinem Premiumanspruch und dem doch recht hohem Preis gerecht. Auch haben die Bilder die mit dem Objektiv gemacht werden sehr angenehme warme Farben.

Wo das Objektiv aber patzt, ist bei der Bildschärfe mit offener Blende.
Leider erreicht es hier nicht die Schärfe des 45er. Nach dem Vergleich (was die Schärfe betrifft) bei Offenblende mit dem 20er Pancake von Panasonic stand für mich fest dass das 17er, bei mir nicht zur Standartlinse wird. Zu gross war der Unterschied, das 20er offen Knackscharf und das 17er mit einer Unschärfe. Natürlich ist durch Ablenden dieser Makel zu beheben, und ab 2,2 auch beim dem Olympus in einem guten Bereich, Aber für den hohen Preis erwarte ich mehr.
Dass Olympus das besser kann beweisst das Olympus M.Zuiko 45mm f1:1.8 für einen kleineren Preis, und hoffentlich auch das neue Olympus M.Zuiko 25mm f1:1.8.

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Vorgestellt: SLR Magic Hyperprime 23mm f 1.7

Review SLR Magic Hyperprime 23 mm f1.7

Die Auswahl an Objektiven für den X-mount ist zur Zeit noch recht überschaubar.
Fuji hat zwar für das Jahr 2013 einige neue Objektive angekündigt, aber wie bis jetzt
die Erfahrung zeigt liegen zwischen offizieller Freigabe und Verfügbarkeit hier in Deutschland ca. 1-2 Monate. Für das Fuji XF 23 mm f 1.4 mit Freigabe im Herbst heisst der Termin also Ende des Jahres.

Als Alternativen bietet sich seit kurzem die 2te Generation des manuelle SLR Magic HyperPrime 23 mm f1.7 an. Zu beziehen ist das Objektiv z.Zt. nur online über SLR Magic. Die Internetpräsenz von SLR Magic ist zwar zur Zeit überholungsbedürftig, dafür funktioniert der E-Mailsupport über sales@noktor.com schnell und reibungslos.

Das Objektiv kostet 399$ inkl. UPS Expressversand. Bezahlung erfolgt über Paypal und 3 Tage nach Versand steht der UPS Bote mit dem Paket aus Hongkong vor der Tür. Anfallenden Zoll und Steuerkosten ( 6.7% Zoll + 19% Einfuhrumsatzsteuer) werden bei Übergabe des Päckchens direkt vom UPS Boten kassiert.

Was einem sofort nach der Entnahme aus dem Karton auffällt ist die extrem wertige Haptik , und das hochwertige Material, Metal und Glas. Selbst die beiden Deckel sind aus Metal, wobei sich der Frontdeckel mit Schraubgewinde in der Praxis als unpraktisch erweist und von mir durch einen preiswerten Snap-On Deckel ersetzt wird. Das Objektiv ist für den X- Mount gemacht und man brauch natürlich keinen Adapter, es sitz direkt fest an der Kamera.

Rein optisch passt das Objektiv wunderbar zur X-E1 (siehe Bild oben).

Da es ein HyperPrime Objektiv ist, dass auch Filmer ansprechen soll, ist der Blendenring rasterlos zu drehen. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber da der Ring einen angenehmen Widerstand hat und eingravierte Blendenwerte ist es in der Praxis nicht wirklich störend.

SLR Magic bei Blende 5.6

Was natürlich am meisten interessiert, wie werden Bilder mit so einem Objektiv und wie ist die Handhabung. Damit ihr euch eine eigene Meinung bilden könnt habe ich auf Flickr eine Gruppe zu diesem Objektiv angelegt und dort findet ihr Bilder OOC mit angegebener Blende die auch in original Grösse anzusehen sind.

Meiner Meinung nach ist das Objektiv bei Offenblende etwas weich, was aber durchaus für manche Bilder gewünscht sein kann. Die Schärfe nimmt je mehr man abblendet zu, und erreicht bei 5,6 ihr bestes Ergebnis, die Bilder sind wirklich messerscharf Laugh . Bei höheren Blenden nimmt diese Schärfe wieder etwas ab bleibt aber in einem sehr guten Bereich.

SLR Bokehklein

Das Bokeh ist sehr angenehm und gleichmäßig ( siehe Bild ) und es macht Spass mit der Unschärfe zu spielen.

SLRBlende 5.6

Abschließend bleibt festzustellen dass bei der wertigen Haptik, der hervorragenden Verarbeitung und den ansprechenden Bildergebnissen das HyperPrime 23 mm mit einem Preis von 305€ plus Steuer/Zoll mehr als eine gute Alternative ist.

Technische Daten:

Anschluss : X mount /

Brennweite äquivalent 35 mm Film : 35mm

Größte Blende : F1.7

Kleinste Blende : F22

Optisches Design : 9 elements, 8 groups (4 x Tantalum)

Objektiv Länge : 61.3 mm

Objektiv Gewicht: 265g


Links zum Thema:

Produkseite SLR magic

Diskussion im Systemkamera-Forum

Album auf Flickr


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Schärfe SLR Magic Hyperprime 23mm f 1.7

Um die Wartezeit bis zur Rezension des SLR Magic Hyperprime 23 mm 1.7 zu überbrücken, vorab einige Bilder um sich einen Eindruck bezüglich der Schärfe des Objektives machen zu können. Ich hab mich zu einem einfachen Testaufbau mit einem Abstand von 60 cm entschieden.

Test

Der Fokus liegt auf dem Empfangsdatum (siehe Bild).
Nachfolgend Ausschnitte mit den verschiedenen Blendenwerten.
Da der Blendenring rasterlos ist, habe ich mich entschieden die im Objektiv eingravierten Blendenwerte zu übernehmen.

Blende 1.7

Blende 2.8

Blende 4

Blende 5.6
Blende 8

Aussagekräftiger sind natürlich die original Bilder OOC in voller Auflösung die ihr hier bei flickr findet.
Wie man an den Ausschnitten schon gut sehen kann ist das Objektiv bei offener Blende etwas weich, was ja auch häufig als Effekt eingesetzt wird.
Sobald man abblendet nimmt die Schärfe sichtbar zu.

Auf der Bank

Meiner Meinung nach von Blende 4-6 eine schön knackige Schärfe.

Verträumt

Hier Blende 1.7 mit Gegenlicht.

Richtige Bilder Winking aus der freien Wildbahn folgen.

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Das Voigtländer Nokton 17,5 ein Objektiv nicht nur für Bokeh Junkies!


Im Frühjahr 2012 stellte die Firma Voigtländer das zweite Nokton Objektiv mit einer Lichtstärke von 0,95 für MFT (MicroFourThirds) vor.
Neben dem 25er steht jetzt auch ein 17,5er Objektiv zur Auswahl.

New Toy  03.04.2012

Beide Objektive sind komplett manuell d.h. Blende und Fokus müssen von Hand eingestellt werden. Eigentlich ein Anachronismus in einer Zeit in der Kameras von der Blende über die Zeit alles selber einstellen, und es für jede Gelegenheit ein Szenenprogramm gibt, und ein Autofokus auch noch das Scharfstellen übernimmt.

Nachdem ich letztes Jahr für circa vier Wochen das 25er ausprobieren konnte, und von dem Objektiv begeistert war, weil mit ihm ein wunderbares Bokeh zu erzielen ist, war das 17,5er ein Kandidat für meine Objektivsammlung.

Das 25er kam damals nicht infrage, weil diese Brennweite durch das 20er Pancake und das 25 Jahre Leica/Panasonic schon abgedeckt war. Das 17,5er Nokton als leichtes Weitwinkel rundet die Sachen nach unten ab, und falls es mal nicht manuell geht, kann man immer noch zum Pancake greifen.

Der Verkaufspreis liegt bei 1299 €, einem Preis wofür man schon eine sehr gute MFT Kamera mit Objektiv bekommst, oder zum Beispiel eine Fuji X 100 oder eine Sony NEX.
Ob einem das Objekt dieser Preis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. In meinem Fall konnte ich den Preis unter 1000 € bringen, indem ich zwei Objektive inzahlung gab die ich lange Zeit schon nicht mehr benutzt hatte.

Das erste was einem auffällt wenn man das Nokton in der Hand hält ist das Gewicht, stolze 540 g (ohne Sonnenblende).
Ein Zylinder aus Stahl und Glas, der einen extrem wertigen Eindruck macht, und von der Verarbeitung keine Wünsche offen lässt.

Meiner Meinung nach gibt es mit der Lumix GH2 zur Zeit nur eine Kamera unter 1000 € die durch ihren "Gott sei dank" immer noch vorhandenen ausgeprägteren Griff eine gute Balance mit dem Nokton erzielt. Im Bereich über 1000 € sollte die Olympus OM-D E-M5 mit Handgriffen eine ähnlich gutes Handling ermöglichen.

Nun aber zur Praxis. Kameraeinstellung "ohne Objektiv auslösen" einstellen, wissen dass man durch den Druck auf das rechte Rad die Lupe aktivieren kann, und schon kann es losgehen. Ehrlich gesagt, fühlte ich mich mit mit einem Mal zurückversetzt in die Zeit als ich mit meiner ersten Spiegelreflexkamera meine ersten Erfahrungen sammelte.
Dieses Objektiv ist nichts für schnelle Schnappschüsse, zu lange dauert das Fokussieren von Hand was über die Lupenfunktion sehr exakt erfolgen kann. Man muss sich etwas Gedanken machen, welche Blende könnte passen, ist die Zeit kurz genug um nicht zu verwackeln, wo setze ich den Fokus, und so weiter. Habe ich das alles berücksichtigt erhalte ich ab f1.4 Bilder mit einem traumhaften Bokeh, und ab Blende 2,8 eine zunehmende Schärfe die bei Blende 5,6 ihr Optimum zu erreichen scheint.

Cat 14.05.2012

Ich habe um dieser teuren Linse gerecht zu werden, und den Umgang damit zu optimieren vier Wochen nur die Kombination Lumix GH 2 + 17,5er benutzt.
Die Brennweite 17,5 ergibt im Kleinbildformat 35 mm, welche eine gute Reportagenbrennweite darstellt, und fast universell einsetzbar ist.
Die Bildergebnisse sind so wie sie nur mit einem Nokton möglich sind, teilweise extremes Bokeh, aber auch sehr gute Schärfe.

Bilder hier zu könnt Ihr euch in diesem Flickr Album ansehen.

Unterm Strich, überwiegen für mich die Vorteile bedingt durch die Bilder die nur mit so einem Objektiv möglich sind. Die Nachteile, Gewicht und Preis lassen sich durch die richtige Kamera und z.B. die Inzahlungnahme alter Objektive auf ein akzeptables Maß senken.
Neuerdings bieten einige Ringfoto-Händler das Nokton hin und wieder über Ebay als Auktion an, auch hier rutscht der Preis unter 1000€.

Das Voigtländer Nokton 17,5 f0,95, meiner Meinung nach ein Objektiv nicht nur für Bokeh Junkies!

Technische Infos: Voigtlaender.de
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Tamron schliesst sich Micro Four Third Standard an

Nach Sigma, die ja im Januar auf der CES ihre ersten Objektive für MFT vorstellten, hat sich heute mit Tamron ein weiterer Objektivhersteller der Mikro Four Third Standard Gruppe angeschlossen. Für uns als Kunden ein gutes Zeichen da sich hiermit bis Ende des Jahres das Angebot an Objektiven erhöhen wird, und hoffentlich auch die Preise etwas niedriger angesiedelt werden.
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